2 | 5 |
vorherige <<
>> nächste |
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 28 | 29 | 30 | 31 | 1 | 2 | 3 |
| 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |
| 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 |
| 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 |
| 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 1 |
2 | 5 |
vorherige <<
>> nächste |
Die Anforderungen an eine Konzertorgel gehen weit über den gemeinhin
für Kirchen üblichen Rahmen hinaus: sie muss den Klangvorstellungen
des Frühbarocks, der Zeit Bachs und der Romantik ebenso Rechnung
tragen, wie sie zur Darstellung der französischen Orgelsymphonik und
zeitgenössischer Werke geeignet sein sollte. Ebenso hat sie als Begleit-
und Continuo-Instrument zu dienen; und als Partner großer Symphonie-
orchester braucht sie Fülle, Farbe und Tragfähigkeit. Aber auch praktisch
muss sie sein: als Soloinstrument hat sie den Interpreten sensibel in die
Tongestaltung einzubinden, sie soll ihn bei der Handhabung der Vielzahl
der klanglichen Möglichkeiten entlasten, und im Zusammenwirken mit
dem Orchester ist eine räumlich optimale Integration von Spieler und
Klangkörper dringend erforderlich. Die Benennung ihrer Aufgaben ver-
deutlicht gleichzeitig die konstruktiven und dispositionellen Vorgaben,
die für den Bau einer Konzertorgel zu fomulieren sind:
- Schleifladen,
- eine stationäre Spielanlage im Sockel der Orgel sowie ein fahrbarer
Spieltisch auf dem Podium für das Zusammenwirken mit dem Orchester,
- moderne Spielhilfen, vor allem eine Setzeranlage mit ausreichenden
Kapazitäten, um die vielfältigen Registermischungen eines Konzerts
vorpogrammieren zu können,
- eine breite Palette von weit mensurierten Prinzipal-, Gedackt- und
Flötenstimmen, die vor allem in der Aequallage satte Grundtöne
gewährleisten,
- Streicherstimmen nach deutsch-romantischer Tradition,
- charakteristische Zungen- und überblasende Flötenstimmen, wie sie
Cavaillé-Coll in großen Orgeln der französischen Kathedralen verwendete,
- ein Pedalwerk, das für Cantus-firmus-Registrierungen sowie zur
Gewährleistung eines satten Baßfundaments gleichermaßen gut
geeignet ist,
- ein an Klangfarben reich besetztes, dynamisch differenziert wirksames
Schwellwerk, und nicht zuletzt:
- ein werkgerechter Aufbau, wobei das Positiv räumlich möglichst engen
Kontakt zur Chortribüne und zum Orchesterpodium haben sollte.
![]()
![]()
![]()
© 2005 Historische Stadthalle Wuppertal GmbH